Hochzeit
 

Hochzeit

Sie möchten sich kirchlich trauen lassen? Dann rufen Sie doch bei uns im Gemeindebüro an (Telefon 07131 / 401302). Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin zum Traugespräch.

Vorab können Sie sich an dieser Stelle näher informieren: Sie können sich unser Merkblatt zur kirchlichen Trauung hier im Internet durchlesen oder auch als pdf-Dokument zusammen mit den Vorschlägen für geeignete Trautexte und Hochzeitslieder auf Ihren Computer herunterladen.

 

   

MERKBLATT ZUR KIRCHLICHEN TRAUUNG

Die Kirchliche Trauung erfolgt in der Regel als eigener Gottesdienst. Im Traugottesdienst versammeln sich die Familien mit dem Brautpaar, um Gott zu danken für die geschenkte Liebe und um seinen Segen zu erbitten für den gemeinsamen Lebensweg.

Nach evangelischem Verständnis wird die Ehe vor dem Standesamt geschlossen (anders das katholische Verständnis). Im evangelischen Traugottesdienst geloben sich die zukünftigen Ehepartner die eheliche Treue "bis dass der Tod euch scheidet".

Hier nun einige wichtige Auszüge aus der Trauordnung der Ev. Landeskirche in Württemberg:

Christen beginnen ihren Ehestand mit der kirchlichen Trauung, in der ihr Ehebund im Namen Gottes gesegnet wird. Im Trauungsgottesdienst verkündigt die Kirche das Wort Gottes über die Ehe, das dem Ehebund den rechten Grund gibt und ihn heiligt. Durch ihr Ja sollen sich die Eheleute zur göttlichen Ordnung und christlichen Führung ihrer Ehe in der Gemeinde bekennen.

Zur Ordnung der kirchlichen Trauung hat die Landessynode das folgende kirchliche Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

§ 1
(1) Es entspricht der Ordnung der Kirche, dass ihre Glieder, wenn sie eine Ehe eingehen, sich kirchlich trauen lassen.

(Zu § 1 Abs. 1) 1. Glieder der Kirchengemeinde, die heiraten, haben nach Maßgabe der kirchlichen Ordnung Anteil an dem Dienst, den die Kirche in der kirchlichen Trauung anbietet. Aus der Zugehörigkeit zur Kirche folgt, dass Gemeindeglieder, die eine Ehe eingehen, ihren Ehebund unter das Wort Gottes stellen und sich kirchlich trauen lassen (vgl. hierzu §§ 8 und 9 der Kirchengemeindeordnung). Die Unterlassung der kirchlichen Trauung ist ein Versäumnis gegenüber der rechten Gliedschaft in der Kirchengemeinde. Pfarrer, Kirchengemeinderäte und alle lebendig in der Gemeinde stehenden Glieder der Kirche sollen sich um Eheleute, die sich nicht kirchlich trauen ließen, seelsorgerlich bemühen.

(2) Die kirchliche Trauung soll im zeitlichen Anschluss an die bürgerliche Eheschließung und vor Eintritt in die eheliche Gemeinschaft stattfinden.

§ 5
Ist einer der Ehegatten aus der Kirche ausgetreten, so kann aus besonderen seelsorgerlichen Gründen auf Wunsch beider Brautleute die kirchliche Trauung gewährt werden, wenn

  1. der ausgetretene Ehegatte versprochen hat, den evangelischen Ehegatten in der Ausübung seines Glaubens nicht zu behindern und wenn die Eheschließenden die evangelische Taufe und Erziehung zu erwartender Kinder vor dem Pfarramt zugesagt haben,
  2. das Dekanatamt sie genehmigt.

§ 7
Wenn ein geschiedener Ehegatte wieder heiratet, kann aus besonderen seelsorgerlichen Gründen die kirchliche Trauung auf Wunsch beider Brautleute vom Dekanatamt genehmigt werden. Die Tatsache, dass ein Ehegatte oder beide geschieden sind, wird bei der Trauung nicht verschwiegen.

(Zu § 7) 28 Diese Regel ist streng zu beachten gegenüber Eheleuten, die miteinander die frühere Ehe gebrochen haben, desgleichen gegenüber dem Ehegatten, der durch Ehebruch zur Scheidung der früheren Ehe Anlass gegeben hat. Die Regel gilt ferner besonders gegenüber wiederholt Geschiedenen. In allen Fällen ist erschwerend, wenn der frühere Ehegatte noch lebt, ohne wieder geheiratet zu haben. Die Regel hat ihre Begründung im Gehorsam gegen den Schöpferwillen Gottes. Deshalb wird denen, die dennoch die Trauung begehren, die Einmaligkeit und Unverbrüchlichkeit der Zusammenfügung von Mann und Frau in der Ehe zu bezeugen sein. Indem ihnen das Geschehen bei der Trauung dargelegt wird, sollte es deutlich werden, warum dieses Traugelübde nicht ein zweites Mal zugelassen werden kann.

29. Der Sachverhalt ist sorgfältig zu prüfen. Jeder Versuch, eine Entscheidung unter zeitlichem Druck zu erreichen, darf ruhig und bestimmt abgelehnt werden - vgl. oben Ziff. 8 zu § 2.

30. Zur Prüfung des Sachverhalts gehört, dass das Scheidungsurteil, von dem jeder geschiedene Ehepartner in der Regel eine gerichtliche Ausfertigung besitzt, zur Verfügung gestellt wird.

Der Traugottesdienst beginnt und endet mit dem Glockengeläut und Orgelspiel. Musikalische Beiträge aus dem Kreis der Hochzeitsfamilien sind gern gesehen und willkommen (nach Absprache). Das Einziehen in die Kirche erfolgt meistens im Festzug.

Ein Ringwechsel kann im Traugottesdienst auf Wunsch des Brautpaares und nach Absprache mit dem Pfarrer erfolgen.

Wahrscheinlich wünschen Sie sich eine möglichst auf Sie zugeschnittene, persönliche Traupredigt. Dies ist möglich, wenn Sie bereit sind, dem Pfarrer im Traugespräch Detailinformationen zukommen zu lassen, wie z.B. wie Sie sich kennengelernt haben, was Sie bereits miteinander erlebt (oder auch schon durchgestanden) haben etc. und was Ihnen beiden für Ihre Ehe besonders wichtig ist. Bitte verstehen Sie das nicht als ein Muss, sondern als ein Angebot! Die Wahl des Trautextes und die Liedauswahl geschieht in Absprache mit dem Brautpaar (s. unten die Vorschläge).

Die Kollekte Ihres Hochzeitsgottesdienstes ist grundsätzlich für Projekte und Aufgaben der Ev. Kirchengemeinde Schluchtern bestimmt. Der Pfarrer wird Ihnen im Traugespräch dazu Vorschläge machen, aus denen Sie sich dann einen auswählen können.

Es wird um Verständnis gebeten, dass während des Traugottesdienstes nur eine Person fotographiert, um unnötige Störungen zu vermeiden und um den Charakter eines Gottesdienstes in Form von Gebet, Lied und Wort nicht zu beeinträchtigen. Der Pfarrer steht nach der Trauung gerne noch für Fotos in der Kirche oder außerhalb zur Verfügung.

Für den Blumenschmuck sorgt das Brautpaar. Bitte setzen Sie sich deshalb frühzeitig mit dem Mesner, Herrn Thomas Krezer (Tel. 07131 / 401883), in Verbindung.

Bei uns bekommt jedes Brautpaar eine Familienbibel geschenkt und überreicht (mit Widmung und Familienregister).

Die Kirchliche Trauung wird jeweils am Sonntag vorher im Gottesdienst der Gemeinde bekanntgegeben.

 

                                 

EINE AUSWAHL AN TRAUTEXTEN

(Die sehr langen Textstellen sind nicht ausgedruckt, sondern sollten von Ihnen selbst in Ihrer Bibel nachgeschlagen werden!)

  • Mose 2,18-25

  • Prediger 4,9-12

  • "Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden." (Ruth 1, 16-17)

  • "Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen." (Psalm 37,5)

  • "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe." (Psalm 91, 1-2)

  • "Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können." (Hoheslied 8, 6-7)

  • Matthäus 6,25-33

  • "Alles, was euch nun die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten." (Matthäus 12,7)

  • Matthäus 7,24-27

  • Matthäus 19,3-6

  • "Abermals ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine köstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie." (Matthäus 13, 45-46)

  • "Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob."
    (Römer 15,7)

  • Römer 13,8-10

  • "Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient." (1. Korinther 10,24)

  • 1. Korinther 13,4-8a

  • "Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung sei ferne von euch samt aller Bosheit. Seid aber miteinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christus." (Epheser 4, 31-32)

  • "Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." (Galater 6,2)

  • "Es vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, wenn jemand Klage hat wider den andern; gleichwie der HERR euch vergeben hat, so auch ihr. Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit; und der Friede Christi regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar." (Kolosser 3, 13-15)

  • "Seht zu, dass keiner Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach untereinander und gegen jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch."
    (1. Thessalonicher 5, 15-18)

  • "Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der hüte seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht trügen." (1. Petrus 3, 9-10)

  • "Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben." (Offb. 2,10)

  • "Die Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten." (Psalm 25, 10)

  • "Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen." (Sprüche 3, 5-6)

  • Prediger 3,1-8

  • "Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn, so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können." (Hoheslied 8, 6.7)

  • "Darum verlasset euch auf den Herrn immerdar; denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich." (Jesaja 26, 4)

  • "Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer." (Jesaja 54, 10)

  • "Jesus spricht: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan." (Lukas 11, 9-10)

  • "Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe."
    (Johannes 15, 12)

  • "Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet." (Römer 12, 12)

  • "Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude in Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes." (Römer 15, 13)

  • "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." (1. Korinther 13, 13)

  • "Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen." (1. Korinther 16, 14)

  • "Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte und Treue." (Galater 5, 22)

  • "Ertragt einer den anderen in Liebe, und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens." (Epheser 4, 2b-3)

  • "Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes." (1. Petrus 4, 10)

  • "Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm."
    (1. Johannes 4, 16b)

  • "Lasst uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken." (Hebräer 10, 24)

  • "Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt."
    (Hebräer 10, 35-36)

  • "Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen." (Lukas 6, 36-38)

  • "Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus. Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob." (Römer 15, 5-7)

  • "Legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind. Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen." (Epheser 4, 25b-26)

 


          

EINE AUSWAHL AN TRAUUNGSLIEDERN

Es ist gemäß der Hochzeitsagende üblich, dass im Hochzeitsgottesdienst drei Lieder gesungen werden. Nachstehend eine Auswahl an Trauungsliedern:

EG 590 Gott, wir preisen deine Wunder
EG 641 Ich bete an die Macht der Liebe
EG 447 Lobet den Herren
EG 331 Großer Gott, wir loben dich
EG 238 Herr, vor dein Antlitz treten zwei
EG 395 Vertraut den neuen Wegen
EG 316 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren
EG 320 Nun lasst uns Gott dem Herren
EG 643 Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer
EG 171 Bewahre uns Gott, behüte uns Gott